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Druckkammerzentrum im Klinikum TraunsteinMo–Fr 07:30–13:30 Uhr+4986115967
HBO-Zentrum TraunsteinHBO-Zentrum TraunsteinHyperbare Sauerstofftherapie

Hyperbare Sauerstofftherapie

Notfallindikationen

Bei Tauchunfall und Kohlenmonoxidvergiftung ist die HBO-Therapie eine international etablierte, zentrale Notfallbehandlung – im Notfall zählt zuerst der Notruf 112.

Notfallindikationen der HBO-Therapie: Tauchunfall und Kohlenmonoxidvergiftung

⚠️ Im medizinischen Notfall wählen Sie sofort den Notruf 112. Bei Verdacht auf einen Tauchunfall oder eine Kohlenmonoxidvergiftung zählt jede Minute – die Rettungsleitstelle koordiniert die Erstversorgung und die Einweisung in eine geeignete Druckkammer.

Bei einigen akuten Notfällen ist die hyperbare Sauerstofftherapie, kurz HBO oder HBOT, nicht nur eine Ergänzung, sondern eine international etablierte, zentrale Behandlung. Dazu gehören der Tauchunfall (Dekompressionserkrankung und arterielle Gasembolie) sowie die Kohlenmonoxidvergiftung. In diesen Situationen kann die rasche Behandlung mit Sauerstoff unter Überdruck entscheidend sein, um bleibende Schäden zu begrenzen.

Das Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein behandelt Tauchunfälle nach den Vorgaben der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM). Wichtig ist: Ein Notfall gehört zuerst in die Hände des Rettungsdienstes. Wählen Sie im Ernstfall 112. Die Leitstelle organisiert die Erstversorgung und die Verlegung in ein geeignetes Druckkammerzentrum.

⚠️ Verdacht auf einen Tauchunfall ist ein Notfall: sofort 112 wählen. Betroffene sollten flach gelagert und – wenn möglich – mit 100 % Sauerstoff versorgt werden. Bringen Sie, falls vorhanden, das Tauchcomputer-Protokoll mit.

Tauchunfall: Wenn nach dem Tauchen Beschwerden auftreten

Ein Tauchunfall entsteht, wenn beim Auftauchen gelöste Gase – vor allem Stickstoff – im Körper Blasen bilden (Dekompressionserkrankung) oder wenn Gas in die Blutgefäße gelangt (arterielle Gasembolie). Typische Beschwerden treten meist innerhalb von Minuten bis Stunden nach dem Tauchgang auf: Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen oder Juckreiz, Müdigkeit, Missempfindungen, Schwindel, Sehstörungen, Atemnot oder – im schweren Fall – Lähmungen und Bewusstseinsstörungen.

Das Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein behandelt Tauchunfälle nach den Vorgaben der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM). Weil bei einem Tauchunfall jede Minute zählt, ist die wichtigste Sofortmaßnahme jedoch der Notruf 112: Die Leitstelle koordiniert die Erstversorgung und die Verlegung in die nächstgelegene geeignete Druckkammer.

Warum eine Druckkammerbehandlung nötig ist

Die Behandlung eines Tauchunfalls besteht in der Überdrucktherapie (Rekompression) mit 100 % medizinischem Sauerstoff. Der erhöhte Umgebungsdruck verkleinert die schädlichen Gasblasen und hilft, sie aufzulösen; gleichzeitig löst sich deutlich mehr Sauerstoff im Blutplasma und versorgt unterversorgtes Gewebe. So können Schmerzen und neurologische Ausfälle zurückgehen und bleibende Schäden begrenzt werden.

Entscheidend ist der frühe Behandlungsbeginn: Je schneller die Rekompression erfolgt, desto besser sind die Aussichten. Deshalb sollte bei jedem Verdacht sofort der Rettungsdienst verständigt werden – auch dann, wenn die Beschwerden zunächst mild erscheinen, da sie sich verschlechtern können.

Erste Hilfe bei Verdacht auf einen Tauchunfall

Bei Verdacht auf einen Tauchunfall gilt: Notruf 112 wählen und den Tauchgang beenden. Betroffene sollten flach gelagert und, wenn verfügbar, mit 100 % Sauerstoff versorgt sowie mit Flüssigkeit (sofern sie ansprechbar sind) unterstützt werden. Tauchcomputer oder Tauchprotokoll sollten für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bereitgehalten werden. Über die weitere Versorgung und eine mögliche Druckkammerbehandlung entscheiden der Rettungsdienst und die tauchmedizinisch erfahrenen Ärztinnen und Ärzte.

⚠️ Bei Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung sofort 112 wählen und den betroffenen Bereich verlassen bzw. lüften. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos – bringen Sie sich und andere umgehend an die frische Luft.

Kohlenmonoxidvergiftung: eine unterschätzte Gefahr

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das beim unvollständigen Verbrennen entsteht – etwa bei Bränden, defekten Heizungen, Gasthermen, Kaminen, Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen oder bei Shisha-Kohle. Weil CO nicht wahrnehmbar ist, wird eine Vergiftung oft spät bemerkt. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit und Schwäche; bei stärkerer Vergiftung drohen Bewusstlosigkeit und Lebensgefahr.

Das Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein führt die hyperbare Sauerstofftherapie, kurz HBO oder HBOT, bei Kohlenmonoxidvergiftung durch. Auch hier gilt: Im Verdachtsfall zuerst 112 wählen und für frische Luft sorgen. Über die Notwendigkeit einer Druckkammerbehandlung entscheiden die behandelnden Notfall- und Überdruckmedizinerinnen und -mediziner.

Warum Kohlenmonoxid so gefährlich ist

Kohlenmonoxid bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) – und zwar um ein Vielfaches stärker als Sauerstoff. Dadurch kann das Blut kaum noch Sauerstoff transportieren, und die Organe, besonders Gehirn und Herz, werden unterversorgt. Zusätzlich stört CO die Sauerstoffnutzung in den Zellen. Gefährlich ist auch, dass nach einer scheinbaren Erholung noch Tage bis Wochen später verzögerte neurologische Beschwerden auftreten können, etwa Konzentrations-, Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen.

Wie HBOT bei einer Kohlenmonoxidvergiftung ansetzt

Bei der HBO-Therapie wird unter erhöhtem Umgebungsdruck 100 % medizinischer Sauerstoff eingeatmet. Das beschleunigt die Verdrängung des Kohlenmonoxids aus der Bindung an das Hämoglobin deutlich und erhöht zugleich den im Blutplasma gelösten Sauerstoff, sodass die Organe rascher wieder versorgt werden. Die HBOT wird bei der Kohlenmonoxidvergiftung insbesondere eingesetzt, um die akute Unterversorgung zu behandeln und das Risiko verzögerter neurologischer Folgen zu verringern.

Die Entscheidung für eine Druckkammerbehandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den Symptomen, dem gemessenen CO-Wert im Blut und besonderen Risikofaktoren (zum Beispiel Bewusstlosigkeit, neurologische Symptome oder eine Schwangerschaft). Diese Einschätzung trifft das behandelnde ärztliche Team im Rahmen der Notfallversorgung.

Warum Sauerstoff unter Druck im Notfall wirkt

Unter erhöhtem Umgebungsdruck wird 100 % medizinischer Sauerstoff eingeatmet. Dadurch löst sich nach den physikalischen Gasgesetzen druckabhängig ein Vielfaches an Sauerstoff im Blutplasma. Bei einem Tauchunfall hilft der Überdruck zusätzlich, schädliche Gasblasen im Körper zu verkleinern und aufzulösen. Bei einer Kohlenmonoxidvergiftung beschleunigt der Sauerstoff die Verdrängung des Kohlenmonoxids aus dem Blut. In beiden Fällen wird sauerstoffarmes Gewebe schneller wieder versorgt – die Behandlungsentscheidung trifft dabei stets das ärztliche Team im Rahmen der Notfallversorgung.

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Vorteile

Vorteile der Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff

  • International etablierte, zentrale Behandlung bei Dekompressionserkrankung, arterieller Gasembolie und Kohlenmonoxidvergiftung
  • Rasche Verkleinerung und Auflösung schädlicher Gasblasen im Körper bei Tauchunfällen
  • Beschleunigte Verdrängung von Kohlenmonoxid aus dem Blut, schnellere Versorgung von Gehirn und Herz
  • Behandlung nach den Vorgaben der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM)
Notfallbehandlung im Druckkammerzentrum Traunstein

Erfahrungen mit der HBO-Therapie

Hier berichten Patienten, wie Sie die Behandlung im HBO-Zentrum Traunstein empfunden haben und welche Erfahrungen Sie mit unserem Team gesammelt haben.Alle Patientenberichte finden Sie hier »

Behandlung in der Druckkammer im HBO-Zentrum Traunstein

Ihr Weg zur HBO-Behandlung bei uns in Traunstein

  1. Erstgespräch

    Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine sorgfältige ärztliche Beratung. Dabei klären wir, ob die HBO-Therapie für Sie medizinisch sinnvoll und geeignet ist.

  2. Individueller Therapieplan

    Die Anzahl der Sitzungen sowie der gesamte Therapieplan werden individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre gesundheitliche Situation abgestimmt.

  3. Begleitung & Überwachung

    Eine Behandlungssitzung dauert in der Regel etwa 150 Minuten. Während dieser Zeit befinden Sie sich in der Druckkammer und atmen reinen Sauerstoff ein. Die Therapie ist schmerzfrei und wird kontinuierlich medizinisch überwacht.

  4. Nachsorge

    Nach Abschluss der Behandlung besprechen wir die Ergebnisse, prüfen den Therapieerfolg und legen die nächsten Schritte gemeinsam mit Ihnen fest.

Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Sie unverbindlich und vertraulich zu beraten.

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Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Was mache ich im Notfall?

Wählen Sie sofort den Notruf 112. Die Rettungsleitstelle koordiniert die Erstversorgung und die Einweisung in eine geeignete Druckkammer – diese Website ist kein Notfallkanal.

Behandelt das Zentrum Tauchunfälle nach GTÜM-Vorgaben?

Ja, das Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein behandelt Tauchunfälle nach den Vorgaben der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM).

Wird auch eine Kohlenmonoxidvergiftung mit HBOT behandelt?

Ja, die Kohlenmonoxidvergiftung ist eine etablierte Notfallindikation der HBO-Therapie. Über die Notwendigkeit entscheidet das behandelnde Notfallteam.

Wie erreiche ich das Zentrum außerhalb eines akuten Notfalls?

Für Rückfragen und Nachsorge nehmen Sie Kontakt mit dem Druckkammerzentrum Traunstein auf. Im Notfall gilt immer zuerst: 112.

Was ist im Verdachtsfall zu tun?

Sofort 112 wählen, den Tauchgang beenden und – wenn möglich – 100 % Sauerstoff geben. Das Tauchprotokoll bereithalten.

Warum hilft die Druckkammer?

Der Überdruck verkleinert die Gasblasen und der zusätzliche Sauerstoff versorgt das Gewebe – das ist die etablierte Behandlung der Dekompressionserkrankung.

Kann man auch bei milden Beschwerden betroffen sein?

Ja. Beschwerden können sich verzögert zeigen oder verschlechtern. Auch bei zunächst milden Symptomen nach dem Tauchen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie erreiche ich das Zentrum außerhalb des Notfalls?

Für Rückfragen und Nachsorge nehmen Sie Kontakt mit dem Druckkammerzentrum Traunstein auf. Im Notfall gilt: 112.

Was ist im Verdachtsfall zu tun?

Sofort 112 wählen, den Raum verlassen bzw. gut lüften und weitere Personen warnen. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos.

Warum hilft Sauerstoff unter Druck?

Er verdrängt das Kohlenmonoxid schneller aus dem Blut und versorgt die Organe rascher wieder mit Sauerstoff.

Warum ist eine Nachkontrolle wichtig?

Weil verzögerte neurologische Beschwerden auftreten können. Auch nach einer ersten Erholung sollte der Verlauf ärztlich beobachtet werden.

Wie erreiche ich das Zentrum außerhalb des Notfalls?

Für Rückfragen und Nachsorge nehmen Sie Kontakt mit dem Druckkammerzentrum Traunstein auf. Im Notfall gilt: 112.

Kontakt

Fragen zur Nachbehandlung oder außerhalb des Notfalls?

Im akuten Notfall wählen Sie sofort den Notruf 112 – die Rettungsleitstelle koordiniert Erstversorgung und Einweisung. Für Rückfragen, Nachbehandlung oder Informationen im Vorfeld erreichen Sie uns jederzeit per E-Mail; wir melden uns in der Regel innerhalb von 24h zurück.

Adresse

Cuno-Niggl-Str. 3
83278 Traunstein

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Sprechzeiten

Montag bis Freitag von 07:30 bis 13:30 Uhr

Im Notfall erreichbar über Klinikum Traunstein (+49 (0) 8 61 - 70 50) oder über die integrierte Leitstelle Traunstein (112).

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